Die Geschichte der Waggumer Schützen

Junge Gesellschaft 1951

Die Schützenvereine in ihrer heutigen Form entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Aus ehemals militärisch bzw. paramilitärisch organisierten Bürgerwehren formten sich traditionsorientierte Vereine. Ein wesentlicher Bestandteil war die Pflege der Tradition und des Brauchtums, was durch die Ausrichtung von Schützenfesten und Schützenumzügen zum Ausdruck kam. Die meisten Vereine sind heute reine Sportschützenvereine, deren Hauptziel es ist, sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Auch in Waggum hat das Schießen eine lange Tradition. Besagt doch eine Urkunde vom 26. September 1893, ausgestellt von der Herzoglichen Braunschweigischen Kreis Direction, dass ein Scheibenschießen in Waggum genehmigt wurde. Diese Tradition wurde später durch einen losen Zusammenschluss junger Leute, der "Jungen Gesellschaft", auf dem alten Schießstand an der Straße "Am Flughafen" fortgesetzt. Heute steht an dieser Stelle ein Einkaufsmarkt. In direkter Nachbarschaft befand sich die Gastwirtschaft "Zum Grünen Wald", die in der Silvesternacht 1945/1946 niederbrannte und nicht wieder aufgebaut wurde. Die "Junge Gesellschaft" feierte regelmäßig Schützenfeste. Zu diesen Schützenfesten wurden auch Schützenkönige ausgeschossen. Einige dieser alten Königsscheiben, so genannte Freischeiben, sind noch heute an alten Waggumer Häusern zu finden. Viele andere Erinnerungsstücke und Unterlagen sind verloren gegangen, so dass erst mit Entstehung des Schützenverein Waggum das Schützenwesen lückenlos dokumentiert werden kann.

Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Schützenverein Waggum

Im Verlauf des Jahres 1954 keimte bei einigen Interessenten die Idee, in Waggum einen Schützenverein zu gründen. Am 09. September 1954 trafen sich schließlich zu einer Gründungsversammlung in der Gaststätte "Zum Onkel Gustav" (heutiges Kulturzentrum) folgende Waggumer Bürger:

Zum Onkel Gustav

Bereits in der Gründungsversammlung wurden mit einer ersten Satzung verbindliche Regularien festgelegt und somit die Basis für ein funktionierendes Vereinsleben geschaffen. Laut Gründungsprotokoll wurde die Gaststätte "Zum Onkel Gustav" als Vereinslokal erklärt. Den Vorsitz des frisch gegründeten Vereins übernahm Heinz Sonnenberg. Unter Aufsicht des Schießwartes Walter Fröhlich wurde am 21. September 1954 im Vereinslokal der erste Schießabend durchgeführt.

Dafür wurde ein Knicklaufluftgewehr für 150.-DM angeschafft. Für damalige Verhältnisse viel Geld. Eine Umlage erbrachte das Startkapital, der Rest wurde in wenigen Raten zurückgezahlt. Mit dem Gewehr wurde in der Gaststube in Richtung Theke auf 12er Ringscheiben geschossen. Da es noch keine Scheibenzuganlage gab, musste jeder einzelne Schuss angesagt werden. Der Ansagende saß geschützt hinter einer Holzbohlenwand, die vor jedem Schießen in der Gaststube aufgebaut werden musste.

Das Interesse, sich im sportlichen Wettkampf miteinander zu messen, war groß. Noch im Verlauf des Jahres 1954 stieg die Mitgliederanzahl von 9 auf 16 an.

Am 29. Januar 1955 folgte die erste Jahreshauptversammlung im Vereinslokal. Der Vorstand im Schützenverein wurde neu gewählt. Bei der noch geringen Mitgliederzahl übernahm fast jeder ein Amt. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Herbert Maring. Wichtige Beschlüsse der ersten Jahreshauptversammlung waren u.a. sich ¼ jährlich zu einer Versammlung zusammenzufinden, ein Königsschießen durchzuführen und sich um eine einheitliche Schützenbekleidung zu kümmern.

Volksfest 1958

Das erste Königsschießen fand am 06. August 1955 im Vereinslokal statt. Bereits hier findet sich der Ursprung, einen Großen König, einen Kleinen König und einen Glückskönig zu proklamieren. Der erste Große König wurde damals Heinz Sonnenberg.

1955/1956 trugen die ersten Mitglieder eine Schützentracht und einen schwarzen Hut mit weißer Feder. Am 23. Februar 1957wurde im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung die neue Vereinssatzung ausgearbeitet.

Im Verlauf der folgenden Jahre wuchs die Mitgliederzahl stetig. Laut Protokoll der Jahreshauptversammlung von 1958 betrug die Mitgliederzahl mittlerweile 39 Schützen. Des Weiteren wurde endlich in eine Scheibenzuganlage (Rollgerät) und ein weiteres Gewehr investiert. 1957/ 1958 folgten ernsthafte Überlegungen einen Schießstand (Luftgewehr und Kleinkaliber) auf dem Gelände aufzubauen, auf dem sich bis zum Kriegsende der "Alte Schießstand" (Am Flughafen/ heutiger NP-Markt) befunden hatte. Die Vorraussetzungen waren optimal. Die Zustimmung des Eigentümers lag vor, eine alte Wachbaracke der Royal Air Force war verfügbar und ein Kleinkalibergewehr wurde angeschafft. Die Vollendung scheiterte jedoch an der Ablehnung der Anwohner und man begnügte sich weiterhin mit dem Luftgewehrschießen und den einfachen Bedingungen im Vereinslokal.

Am 03. Februar 1959 wurde im Rahmen einer Vorstandssitzung beschlossen, der Nachfrage von unzähligen Jugendlichen gerecht zu werden. Es wurde eine Jugendgruppe gegründet. Als erster Jugendwart übernahm Heinz Hopert die Betreuung. Ein Jahr später konnte man bereits 22 Jugendliche in der Jugendgruppe verzeichnen. Der erste Große König der Jugend (Heinz Deppe) wurde im Jahr 1961 ausgeschossen. Dabei übernahm man die Königsbezeichnungen der Erwachsenen, also Großer König, Kleiner König und Glückskönig. Diese Bezeichnungen hielten sich bis 1968, wo nur noch ein "Jugendkönig"proklamiert wurde.

Am 04. Februar 1960 erfolgt die Eintragung des Schützenverein Waggum in das Vereinsregister der Stadt Braunschweig. Wir heißen seitdem offiziell Schützenverein Waggum von 1954 e.V. Als weit größere Aufgabe gestaltete sich 1960 die erste Ausrichtung des Waggumer Volksfestes durch den Schützenverein. Damals waren noch handschriftliche Verträge auf der Rückseite von Luftgewehrscheiben möglich und das Festzelt musste noch vom Vorbenutzer abgeholt und aufgebaut werden.

Da zu einem Schützenverein auch eine Vereinsfahne gehört, wurde während der Halbjahresversammlung im Juni 1961 beschlossen, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Vom Auftrag bis zur Fertigstellung vergingen nur wenige Monate. Im feierlichen Rahmen und unter Beteiligung der anderen Waggumer Vereine wurde unsere erste Vereinsfahne an unserem Gründungstag dem 09. September 1961 offiziell geweiht.

1962 war für den Schützenverein Waggum ein schwieriges Jahr. Unser Vereinslokal wurde geschlossen und das Kulturzentrum wurde zur Schule umfunktioniert. Der Schießbetrieb ruhte aber nur kurzfristig, denn der Schützenbruder Walter Essmann stellte dem Schützenverein in seinem Haus an der Rabenrodestraße seine Scheune zur Verfügung.

Haus Essmann

Die Scheune wurde zum Schießstand umfunktioniert und ordnungsgemäß für 2 Jahre angemietet. Die Miete war gering, die Reinigung und das Einheizen der Räumlichkeiten wurden vom Vermieter "Use Walter" übernommen. Neben der ansonsten einfachen Ausstattung (freilaufende Hühner inbegriffen) waren hier bereits auf vier Schießbahnen komfortable Scheibenzuganlagen installiert. Aufgrund der hohen Mitgliederzahl und den damit verbundenen Bedürfnissen konnte die Scheune aber nur ein Provisorium sein. Leider wurde der Mietvertrag im Jahre 1964 nicht verlängert, so dass der Schießbetrieb wieder ruhen musste.

Für eine Änderung der misslichen Situation sorgte schließlich der damalige 1. Vorsitzende Günter Buhmann. Auf der Jahreshauptversammlung am 15.01.1966 machte er den Vorschlag, an der Gaststätte "Zum Lindengarten" einen Schießstand anzubauen. Vorangegangen waren bereits Gespräche mit dem Gastwirt und Schützenbruder Hans-Dieter Baderschneider und die Aufstellung eines soliden Finanzierungsplanes. Aufgrund der guten Vorarbeit konnte im Sommer1966 Richtfest für den neuen Schießstand mit 5 Luftgewehrständen gefeiert werden.

Da 1966 niemand auf das traditionelle Königsschießen verzichten wollte, wurde das Schießen im Schießstand des Schützenvereins Querum durchgeführt. Einmalig in der Vereinsgeschichte wurden am 15. Oktober 1966 die Königswürden mit dem Kleinkalibergewehr ausgeschossen (5 Schuss KK freistehend). Großer Kßnig wurde bei dieser einmaligen Aktion Heinz Hopert.

Am 16.09.1967 war es endlich soweit, unter großer Beteiligung wurde der Schießstand mit einem Einweihungsschießen und dem Königsschießen 1967 feierlich in Betrieb genommen. Ebenfalls ab September 1967 öffnete sich der Schützenverein Waggum für die schießsportlich interessierten Damen. Unter Betreuung von Herbert Schulz wurde die Damengruppe gegründet.

Lindengarten

Steter Zuwachs erforderte ab 1968 eine eigene Damenleiterin, zu der Irene Schaper gewählt wurde. Irene (Reni) Schaper war es auch, die 1968 zur ersten Damenkönigin proklamiert wurde. Die Bezeichnung Damenkönigin hielt sich bis 1985. Erst dann wurden auch bei den Damen die drei Erstplatzierten als Große / Kleine und Glückskönigin geehrt.

Den Protokollbüchern ist zu entnehmen, dass 1968 Jürgen Schaper zum Jagdkönig proklamiert wurde. Der Modus konnte nicht mehr geklärt werden. Aufgrund der geringen Beteiligung gab es nie wieder ein solches Schießen.

1969 wird erstmalig das Osterschießen durchgeführt. 1970 war der Schützenverein wieder Ausrichter des Volksfestes. Das Zelt musste auch 1970 noch selbst geholt und aufgebaut werden. Dafür kostete es auch nur 300.- DM, sowie 50.-DM für den Treckerfahrer. Weitere Neuerung war das Abholen der Könige vom Vereinslokal aus und der Schützenverein passte sich der Zeit an, es wurde eine Schreibmaschine gekauft.

1971 wurden wieder Volkskönige ausgeschossen. Die Gemeinde stiftete dafür eine Volkskönigskette. Der Name des ersten Volkskönigs war leider nicht mehr festzustellen. 1971wurde erstmalig das Königsschießen direkt vor dem Königsball durchgeführt. 1972 beschließt die Versammlung, die Könige innerhalb des Ortes von zu Hause abzuholen. Im Mai/ Juni 1973erscheint im Waggumer Echo der erste Artikel des Schützenvereins.

Nach der Eingemeindung in die Stadtgrenzen Braunschweigs 1974 wurde durch den Schützenverein im Jahr 1975 wohl das größte und arbeitsintensivste Fest seit Beginn des Volkfestes durchgeführt. Erstmalig wird vom Schützenverein der Festwirt Arno Mahlmann verpflichtet. Walter Braun spendet im Anschluss an das erfolgreiche Fest einen beträchtlichen Teil zur Anschaffung einer Jugendstandarte.

1976/1977 wurde der Schießstand am Lindengarten renoviert und modernisiert. Ab 1977 dürfen Mitglieder des Schützenvereins nicht mehr am Volkskönigsschießen teilnehmen. Dafür schießen die Vereinsmitglieder um den "Besten Schützen" und erhalten einen Zinnteller. 1978 wurde für die Jugendgruppe im Hüttenseepark/ Meißendorf ein großes Zeltlager veranstaltet, an das sich auch die Erwachsenen gern erinnern.

1979 wurde das 25-jährige Vereinsjubiläum überschwänglich gefeiert. In Erinnerung bleiben die Festkapelle "Happy Sound" und während des Umzuges die englische Militärkapelle "Queens Royal Lancers". Für heutige Verhältnisse nur schwer vorstellbar, waren damals drei Umzugsstrecken vorgeplant. Eine für warmes, eine für normales und eine für regnerisches Wetter. Durch die erfolgreiche Volksfestarbeit konnten am Ende des Jahres drei neue Luftgewehre angeschafft werden. 1979 wurde R. Wahl erster Schülerkönig.

1980 tritt der langjährige 1. Vorsitzende Ewald Schulze aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Neuer 1. Vorsitzender wird Rolf Sander.

Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird am 06.06.1980 eine neue Vereinssatzung angenommen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird Ewald Schulze zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 1980 werden auf Anregung von Rolf Sander erstmalig ein Kaiser und eine Kaiserin ausgeschossen. Nur alle 5 Jahre ist es den Großen Königinnen und Großen Königen möglich, die Kaiserwürde zu erlangen. Erstes Kaiserpaar wurde 1980 Bärbel Sander und Wolfgang Schaper. 1981 feiert Waggum sein 975-jähriges Bestehen, wobei der Schützenverein sich tatkräftig beteiligt. Erstmalig nehmen wir am Waggumer Straßenfest mit einem Weinstand teil. Wie sich später herausstellt eine grandiose Idee.

1981 wurde auf Vorschlag von Rolf Sander die Seniorengruppe gegründet. Der erste Seniorenkönig der Vereinsgeschichte war 1981 Herbert Schulz. 1984 feierte der Schützenverein sein 30-jähriges Vereinsjubiläum. . Im Festumzug tritt der Schützenverein mit einem Motivwagen "Wilhelm Tell" und in historischen Kostümen auf.

1985 hat das bis heute durchgeführte Schweineschießen Premiere. Nach langer Pause werden 1986 wieder Königsscheiben angenagelt, außerdem werden die Könige zum Volkfest ausgeschossen.

1988 erkannte der damalige 1. Vorsitzende Rolf Sander die Möglichkeit eines Schützenheimneubaus neben dem Kulturzentrum. In einer außerordentlichen Generalversammlung am 19.11.1988 fand Rolf Sander überwältigende Unterstützung durch die Mitglieder zur Realisierung eines eigenen Schützenhauses.

Im Februar 1989 nimmt der Schützenverein erstmals als Fußgruppe am Karnevalsumzug in Braunschweig teil.

Der erste Spatenstich für den Sch¨tzenhausneubau erfolgte 1989 durch Rudi Eickenroth, Hermann Brandes und Rolf Sander. Hermann Brandes, gerade Rentner geworden, übernahm die Bauleitung. Unter tatkräftiger Mithilfe vieler Senioren konnte am 28. Juli 1990 Richtfest für das Schützenhaus gefeiert werden.

Einweihung 1992

1991 wird Irmtraut Bode als erste Seniorenkönigin in der Vereinsgeschichte proklamiert. Am 04. September 1992 findet die feierliche Einweihung des modern ausgestatteten Schützenhauses statt. Unter den vielen Gästen konnte Rolf Sander u.a. den damaligen Oberbürgermeister Steffens begrüßen.

1993 bildet sich unter Wilfried Stielau eine starke Pistolengruppe. 1995 wird Wilfried Stielau der erste Pistolenkönig.

Nach 40 Jahren ging unsere erste Vereinsfahne in den wohlverdienten Ruhestand. Die neue Fahne, ein Duplikat unserer "Alten", konnte kostengünstig in Ditfurth hergestellt werden. Am 03.11.1995wurde sie auf dem Schützenhausvorplatz im Licht unzähliger Fackeln feierlich geweiht. Für Besondere Verdienste erhält Hermann Brandes 1995 als erstes Mitglied den Verdienstorden in Gold. Günter Knigge stiftet die handgeschnitzte Frühlingsscheibe. 1996 werden das Frühstückspokalschießen beim Volksfest und das monatliche Frühschoppenpokalschießen für"Jedermann" eingeführt. Höhepunkt des Jahres 1997 war eine Wette zwischen dem Schützenverein und der FFW Waggum, die ihr Löschfahrzeug mit Muskelkraft bis zum Schützenhaus ziehen musste. 1997 wurde der erste Freundschaftsbesuch beim Schützenverein Müsenbach unternommen und die Pistolenschützen fahren zum Oktoberfestschießen nach München. Am 04.09.1998 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung die Vereinssatzung nunmehr zum vierten Mal auf den neusten Stand gebracht. Durch die Senioren wurde im Verlauf des Jahres hinter dem Schützenhaus ein überdachter Grill errichtet.

Fahnenweihe 1995

Am 09.01.1999 wurde während der Generalversammlung durch Wilfried Stielau und Peter Fiedler das überarbeitete Vereinswappen vorgestellt.
Eine Vereinszeitung "Info-Blatt" soll ab 1999 zur besseren Information untereinander dienen.

Auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2000 übergibt Rolf Sander nach 20 Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden an Peter Fiedler. Unter Vorarbeit von Wilfried Stielau präsentiert sich der Schützenverein seit Anfang2000 im Internet unter www.waggum.de. Im Juni 2000 erhält das Schützenhaus neue Tische und Stühle. Kurz darauf folgt das erste Oktoberfest. Auf der Jahreshauptversammlung 2001 wurde Rolf Sander für seine 20-jährigeverdienstvolle Arbeit als 1. Vorsitzender durch Peter Fiedler zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Mit dem Hintergrund 10 Jahre Schützenhaus wurde am 07.09.2002 zusammen mit der Jugendfeuerwehr Waggum ein Tag der offenen Tür mit einem umfangreichen Rahmenprogramm veranstaltet. Eine Wette der Feuerwehr, in der sich die Schützen als Feuerwehrmänner beweisen mussten, rundet die gelungene Veranstaltung ab. Im Jahr 2004 wurde der Schützenverein 50 Jahre alt.

Günter Knigge beschenkt den Verein mit einer geschnitzten Jubiläumsscheibe.

Wilfried und Ingeborg Stielau stiften dem Verein ein Vereinswappen für die Außenfassade des Schützenhauses.

Das Volksfest im Juni wurde zum Höhepunkt des Jubiläums. In Erinnerung geblieben sind sicherlich der Wunstorfer Musikzug, die "Wende" Am Steinring und die vielen Glückwünsche seitens unserer Gäste, besonders des Oberbürgermeisters Herrn Hoffmann. Im Juni 2004 wurde erstmalig das Finalschießen durchgeführt. 2005 erfolgen Umbauarbeiten im Schützenhaus. Es wird ein Büroraum geschaffen.

Gruppenfoto 2004

Anfang 2006 wurde erstmals beim Schweineschießen ein Beamer zur Projektion der Schießergebnisse eingesetzt. Zu Ehren langjähriger Mitglieder (mehr als 50 Jahre) wurde am 09. September 2006 erstmalig eine Ehrenscheibe ausgeschossen. Auf dieser Scheibe sind Walter Braun und Wolfgang Schaper als erste Mitglieder mit mehr als 50-jähriger Vereinszugehörigkeit aufgeführt.

Auf Initiative von Jens Schaper präsentiert sich im September 2006 der Schützenverein unter
www.schuetzenverein-waggum.de mit eigener Homepage.

Nun sind seit der Vereinsgründung mehr als 50 Jahre vergangen und aus der kleinen Gruppe hat sich ein starker Verein mit fast 100 Mitgliedern entwickelt. Mit dem Luftgewehr und der Luftpistole trainieren Schützinnen und Schützen jeglicher Altersklassen regelmäßig im Schützenhaus am Fröbelweg. Im Kreisverband Braunschweig sind 8 Mannschaften im Rundenwettkampf vertreten.

Wir haben bereits mehrfach erfolgreich an Kreis-, Landes- und Deutschen Meisterschaften teilgenommen und dabei vordere Plätze belegt. Aufgrund ihrer schießsportlichen Ergebnisse haben diese Schützinnen und Schützen den Namen des Schützenverein Waggum weit über die Stadtgrenzen bekannt gemacht. Alle diese Schützinnen und Schützen namentlich aufzuführen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Stellvertretend für alle sei unsere erfolgreichste Schützin genannt. Corinna Fenner wurde1999 Deutsche Mannschaftsmeisterin in den Disziplinen Luftpistole und Sportpistole.

Neben den schießsportlichen Aktivitäten wird unser Vereinsleben durch Zusammenhalt, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft geprägt. Diese nicht selbstverständlichen Eigenschaften werden besonders gepflegt, damit der Schützenverein Waggum von 1954 e.V. auch weiterhin auf eine erfolgreiche Zukunft blicken kann.

Auch mit dem Blick nach vorn lasst uns an alle Vereinsmitglieder denken, die im Verlauf unserer Vereinsgeschichte verstorben sind. Wir werden Ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

Heinz Hildebrand

Anmerkung des Verfassers:

Erinnerungen unserer Senioren und alte Unterlagen waren Grundlage für die Erstellung dieser Vereinschronik. Aus Sicht des Verfassers wurden nur die wichtigsten Eckpunkte unserer Vereinsgeschichte berücksichtigt. Sollten sich trotz eingehender Recherchen Fehler eingeschlichen haben, bitte ich dies zu entschuldigen.

Als Verfasser bedanke ich mich bei allen Mitgliedern, die mich mit Informationen und alten Fotoaufnahmen versorgt haben. Danke sage ich Wilfried Stielau für einige Vorermittlungen und das er in der Neuzeit immer mit seiner Kamera präsent ist.

Mein besonderer Dank gilt aber unserem Ehrenvorsitzenden Rolf Sander und seiner Frau Bärbel. Zeitintensiv haben sie alte Protokollbücher ausgewertet, den Großteil der Daten herausgeschrieben und mir zur Verfügung gestellt.

Herzlichen Dank dafür!